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5 PVM Parallel Virtual Machine

PVM  (Parallel Virtual Machine)  ist ein Programmpaket, das es erlaubt, ein Netzwerk von heterogenen Rechnern als einen virtuellen parallelen Rechner zu benutzen. PVM benutzt im wesentlichen Unix Sockets und TCP/IP zur Kommunikation zwischen Rechnern. Jeder parallele virtuelle Rechner besteht aus einem Daemonprozeß, der auf jedem physikalischen Rechner läuft und einem Satz von Bibliotheksroutinen, mittels derer die Anwendungsprogramme mit den Daemons  kommunizieren.

Ähnliche Pakete sind

PVM hat eine hohe Funktionalität und ist für sehr viele Maschinen (praktisch alle mit Unix und TCP/IP) verfügbar. PVM benutzt das Standard XDR  Dataexchange-Format,   um Datenkonversionen zwischen diversen Rechnerarchitekturen durchzuführen. Innerhalb von Shared Memory Rechnern (z.B. KSR1) ist PVM nicht das schnellste Paket. Für verschiedene Architekturen, z.B. iPSC/860  wird versucht, direkt die Hardware Message Passing Primitive zu benutzen. Es gibt keine Vorkehrungen für Fehlertoleranz,  z.B. beim Absturz eines Rechners und es gibt keine dynamische Lastverteilung  innerhalb der parallelen virtuellen Maschine. PVM wird gemeinsam von der Universität von Tennessee, dem Oak Ridge National Laboratory und der Emory Universität entwickelt.





parallel@rz.uni-mannheim.de
Mon Okt 28 14:38:25 PST 1996